Eine eigene Sauna im Badezimmer galt lange als unerreichbarer Luxus. Heute ist sie für viele Haushalte realistisch geworden. Kompakte Saunakabinen, moderne Infrarotlösungen und eine durchdachte Planung ermöglichen es, auch in kleineren Bädern einen funktionalen Wellnessbereich zu integrieren. Entscheidend ist dabei nicht allein die Quadratmeterzahl. Wichtiger sind der Grundriss, die technische Machbarkeit und die Wahl des passenden Saunatyps. Wer diese Punkte frühzeitig klärt, kann sein Badezimmer sinnvoll erweitern, ohne Bewegungsfreiheit oder Alltagstauglichkeit zu verlieren.
Das Wichtigste in Kürze
Früher benötigte eine Sauna meist einen separaten Raum, oft im Keller. Moderne Wohnkonzepte und kleinere Grundrisse haben dazu geführt, dass Hersteller ihre Modelle angepasst haben. Heute gibt es Saunen mit geringer Tiefe, Glasfronten und klarer Linienführung, die speziell für den Einsatz im Bad entwickelt wurden.
Der Standort Badezimmer bietet praktische Vorteile. Wasseranschluss, Dusche und Bodenablauf sind bereits vorhanden. Nach dem Saunagang kann direkt geduscht werden, ohne Wege durch die Wohnung. Das erhöht die Nutzungsfrequenz und macht die Sauna zu einem festen Bestandteil des Alltags statt zu einer selten genutzten Freizeitlösung.
Aus planerischer Sicht wird das Bad dadurch vom reinen Funktionsraum zum zusammenhängenden Wellnessbereich.
Bevor Design, Holzart oder Glasfronten ausgewählt werden, müssen die technischen Grundlagen geprüft werden. Hier entscheidet sich, ob das Projekt realistisch umsetzbar ist.
Für eine Einzelperson kann eine Sauna mit einer Grundfläche von etwa 120 × 120 Zentimetern technisch funktionieren. Für zwei Personen oder mehr Komfort sind 150 bis 160 Zentimeter Breite sinnvoller. Wichtig ist, dass neben der Kabine ausreichend Bewegungsfläche bleibt.
Die Raumhöhe sollte mindestens 200 Zentimeter betragen. Nur so kann sich die Wärme gleichmässig verteilen und ein angenehmes Saunaklima entstehen. In kleinen Bädern lohnt es sich, den Grundriss genau zu analysieren. Ecken, Nischen oder Bereiche neben der Dusche werden oft unterschätzt und bieten überraschend viel Potenzial.
Der Stromanschluss beeinflusst die Auswahl des Saunatyps erheblich. Klassische finnische Saunen benötigen in der Regel einen Starkstromanschluss. Infrarotkabinen kommen meist mit einem normalen Haushaltsanschluss aus.
In Bestandswohnungen kann die Nachrüstung von Starkstrom aufwendig oder teuer sein. Wer dies frühzeitig berücksichtigt, vermeidet Planungsfehler und unnötige Zusatzkosten.
Eine Sauna erzeugt Wärme und Feuchtigkeit. Beides muss zuverlässig abgeführt werden. Ein Fenster oder eine leistungsfähige mechanische Lüftung ist daher unerlässlich. Wichtig ist, dass feuchte Luft nach dem Saunagang nicht im Raum verbleibt.
Unzureichende Lüftung führt langfristig zu Schimmelbildung und Schäden an der Bausubstanz. Eine fachgerechte Planung ist hier wichtiger als jedes Designmerkmal.
Eine Sauna im Badezimmer kostet je nach Ausführung ab etwa 4000 CHF. Infrarotkabinen sind meist günstiger, während finnische oder kombinierte Saunen höhere Kosten verursachen. Montage, Elektroarbeiten und bauliche Anpassungen kommen zusätzlich hinzu.
Nicht jede Sauna passt in jedes Bad. Der gewählte Saunatyp bestimmt Platzbedarf, Energieverbrauch und Nutzungserlebnis.
Infrarotkabinen auch Infrarotsauna genannt sind besonders für kleine Räume geeignet. Sie erwärmen den Körper direkt, nicht die gesamte Raumluft. Dadurch reichen niedrigere Temperaturen aus und die Technik bleibt kompakt.
Vorteile
Für Einsteiger oder begrenzten Platz ist dies häufig die pragmatischste Lösung.
Die klassische finnische Sauna bietet hohe Temperaturen und ermöglicht den traditionellen Sauna Aufguss. Sie benötigt mehr Leistung und etwas mehr Raum, liefert dafür aber das traditionelle Saunaerlebnis.
Vorteile
Wer regelmässig Aufgüsse schätzt, ausreichend Platz hat und die passende Elektroinstallation einplanen kann, wird mit dieser Variante langfristig zufriedener sein.
Kombisaunen verbinden finnische Hitze mit Infrarotwärme. Sie sind technisch aufwendiger, bieten dafür aber maximale Flexibilität in der Nutzung.
Vorteile

Muss der Boden für eine Sauna im Bad speziell vorbereitet werden
Ja, der Boden muss feuchtigkeitsresistent, eben und tragfähig sein. Fliesen sind ideal. Holzböden oder schwimmend verlegte Beläge sind ungeeignet. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob das Gewicht der Sauna inklusive Personen statisch unproblematisch ist.
Wie laut ist eine Sauna im Badezimmer
Saunen selbst sind sehr leise. Geräusche entstehen hauptsächlich durch Lüfter, Steuerungen oder das Aufheizen des Ofens. Infrarotkabinen sind in der Regel nahezu geräuschlos. In hellhörigen Wohnungen kann dies ein relevantes Entscheidungskriterium sein.
Wie lange hält eine Sauna im Badezimmer
Bei korrekter Planung, ausreichender Lüftung und regelmässiger Pflege kann eine Sauna im Bad 15 bis 25 Jahre oder länger genutzt werden. Entscheidend sind Feuchtemanagement, Holzqualität und fachgerechte Montage.
Für wen eignet sich eine Sauna im Badezimmer und für wen nicht
Geeignet ist eine Sauna im Badezimmer für Personen, die regelmässig saunieren möchten, eine langfristige Wohnsituation haben und ihr Bad bewusst als Wellnessbereich nutzen wollen. Weniger geeignet ist sie für Haushalte mit sehr seltenem Saunabedarf, eingeschränkter Lüftung, fehlender baulicher Flexibilität oder unsicherer Wohnperspektive. In diesen Fällen stehen Aufwand und Nutzen oft in keinem sinnvollen Verhältnis.
Viele städtische Wohnungen verfügen über kompakt geschnittene Badezimmer, in denen einzelne Bereiche nicht optimal genutzt werden. Besonders Ecken neben der Dusche oder entlang einer Wand bieten oft Potenzial für eine integrierte Sauna. Im Showroom von Arrigato werden solche Lösungen bewusst erlebbar gemacht. Besucher sehen, wie sich Saunen neben Dusche oder Whirlpool integrieren lassen und wie Materialien, Glasflächen und Proportionen aufeinander abgestimmt sind. Ergänzend zur Sauna interessieren sich viele Besucher auch für andere Wellnesslösungen wie einen Swim Spa. Gerade im direkten Vergleich zeigt sich, welche Form von Entspannung besser zu Platzangebot, Nutzung und Alltag passt.
In der Beratung zeigt sich zudem, dass sich einige Besucher neben einer Sauna auch mit anderen Wellnesslösungen beschäftigen, etwa mit einem Whirlpool. Gerade im direkten Vergleich wird klar, ob eher Wärme, Wasser oder eine Kombination aus beidem den eigenen Bedürfnissen entspricht, bevor man sich entscheidet, einen Whirlpool zu kaufen.
Das erleichtert die Einschätzung der eigenen Raumsituation und reduziert Planungsfehler. Kurze Wege, klare Raumstrukturen und eine einfache Reinigung sorgen dafür, dass die Sauna im Badezimmer alltagstauglich bleibt. Entscheidend ist nicht, ob eine Sauna im Bad möglich ist, sondern wie sinnvoll sie geplant wird. Wer den Grundriss klug nutzt, den passenden Saunatyp wählt und die Technik frühzeitig berücksichtigt, schafft eine langlebige Wellnesslösung für den Alltag.
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