Die heissesten Wochen des Jahres sind kein Grund, die Sauna zu meiden. Eine Sauna im Sommer trainiert den Kreislauf, bereitet den Körper auf heisse Tage vor und macht die Abkühlung danach umso spürbarer. In der trockenen Saunaluft verdunstet der Schweiss schneller als draussen in der schwülen Sonne.
Wer beim Saunieren im Sommer Dauer, Abkühlung und Trinkmenge anpasst, holt die gesundheitlichen Vorteile heraus, ohne den Kreislauf zu überlasten. Fünf Gründe sprechen fürs Schwitzen in der warmen Jahreszeit.
Das Wichtigste in Kürze
Draussen bei 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit bleibt der Schweiss auf der Haut liegen und kühlt kaum. In der Sauna herrschen 80 bis 90 Grad bei sehr trockener Luft, der Schweiss verdunstet sofort. Der Körper muss aktiv gegensteuern, und genau das trainiert Kreislauf und Schweissdrüsen. Über das Saunieren im Sommer kursieren viele Mythen, vom angeblich überlasteten Kreislauf bis zur nutzlosen Schwitzerei.
Eine Langzeitstudie der University of Eastern Finland begleitete rund 1600 Personen über 15 Jahre. Wer vier- bis siebenmal pro Woche sauniert, starb im Beobachtungszeitraum seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Personen, die nur einmal pro Woche in die Sauna gingen.Schon zwei bis drei Saunagänge pro Woche machten einen messbaren Unterschied. Das belegt keine Ursache, zeigt aber einen deutlichen Zusammenhang.

Beim Schwitzen weiten sich die Poren, Talg und Schmutz lösen sich leichter, und die Haut wirkt danach klarer und rosiger. Die stärkere Durchblutung verstärkt diesen Effekt. Der oft gehörte Begriff «Entschlackung» führt allerdings in die Irre: Der Schweiss besteht fast nur aus Wasser und Salzen, die eigentliche Entgiftung erledigen Leber und Nieren. Was bleibt, ist ein echtes Frischegefühl, das nach einem heissen Tag besonders guttut.
Regelmässiges Saunieren fordert die Abwehr. Der Wechsel von Wärme und Abkühlung trainiert die Blutgefässe und regt die Durchblutung an. In der Sauna steigt die Körpertemperatur um bis zu zwei Grad. Das versetzt den Körper in einen leichten Hitzestress und zwingt ihn, aktiv gegenzusteuern. Die Durchblutung steigt, die Gefässe weiten sich, und das Immunsystem wird aktiviert.
Auf der Saunabank kommt der Körper zur Ruhe. Die Wärme löst verspannte Muskeln, der Puls sinkt, die Gedanken werden langsamer. Nach dem Saunagang berichten viele von tiefer Entspannung und besserem Schlaf. Wer seinen Wellnesbereich zuhause erweitern möchte, komniniert die Sauna häufig mit einem Aussenwhirlpool.
Nach dem Schwitzen zählt die richtige Abkühlung, gerade an heissen Tagen.
Der Sommer lädt zu mehr Bewegung ein, vom Velofahren bis zur Wanderung. Die Saunawärme fördert die Durchblutung der Muskulatur und hilft, Verspannungen nach der Belastung zu lösen. Wichtig ist der zeitliche Abstand: Gehen Sie nicht unmittelbar nach einer intensiven Anstrengung in die Sauna, sondern gönnen Sie dem Kreislauf vorher eine kurze Ruhephase.
Wer regelmässig sauniert, trainiert Schweissdrüsen und Wärmeregulation. Der Körper lernt, mit hohen Temperaturen umzugehen, und kommt an Hitzetagen besser zurecht. Darin liegt für viele der stärkste Grund fürs Saunieren im Sommer.
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Im Sommer reagiert der Körper empfindlicher auf Hitze. Wer Dauer, Abkühlung und Trinkmenge anpasst, bleibt auf der sicheren Seite.
Dauer und Gänge. Im Sommer reichen rund 10 Minuten pro Gang. Zwei bis drei Gänge sind optimal. Planen Sie zwischen den Gängen jeweils 15 bis 30 Minuten Pause ein.
Richtige Tageszeit. Eine ideale Tageszeit gibt es nicht. Morgens bringt die Sauna den Kreislauf in Schwung, abends hilft sie beim Abschalten. Wer spät abends sauniert, sollte danach genug Zeit zum Runterkommen einplanen.
Langsam abkühlen. Steigen Sie nach dem Saunagang nicht sofort ins eiskalte Wasser. Der abrupte Temperaturwechsel lässt die Blutgefässe schlagartig verengen und den Blutdruck ansteigen. Gehen Sie zuerst einige Minuten an die frische Luft, dann duschen Sie sich mit 10 bis 15 Grad kaltem Wasser ab, immer von den Füssen zur Körpermitte.
Warmes Fussbad als Geheimtipp. Ein lauwarmes Fussbad nach der kalten Dusche weitet die Gefässe wieder. So sinkt die Körpertemperatur, und lästiges Nachschwitzen bleibt aus.
Praxistipp
Wer genügend Platz hat, kann den Saunabereich mit einer Dusche, einem Ruhebreich oder eine Abkühlmöglichkeit ergänzen.
Genug trinken. Beim Saunieren verlieren Sie Wasser und Mineralien wie Magnesium, Kalium und Natrium. Trinken Sie vor dem ersten Gang ausreichend, danach noch mehr. Stilles Wasser, leicht abgekühlter Tee oder eine Apfelschorle im Verhältnis 1 zu 3 sind geeignet. Eiskalte Getränke und Alkohol belasten den Kreislauf zusätzlich.
Trockene Sauna statt Dampfbad. Meiden Sie bei Hitze das Dampfbad. Eine trockene finnische Sauna schont den Kreislauf deutlich mehr.
Sauna-Aufgüsse. Zitrus- oder Minzaufgüsse wie Zitrone, Limette oder Pfefferminze geben an heissen Tagen einen kühlenden Effekt.

Sommerliche Wohltat und warum eine Sauna im Sommer sinnvoll ist
Wer die Sauna das ganze Jahr nutzt, trainiert Kreislauf und Immunsystem kontinuierlich. Im Sommer kommt die intensivere Abkühlung dazu, die nach einem heissen Tag besonders wohltuend wirkt. Arrigato berät Sie bei der Wahl der richtigen Sauna für Zuhause.
Jetzt Beratung anfragenIst Sauna auch im Sommer sinnvoll?
Ja. Das Saunieren im Sommer trainiert den Kreislauf und bereitet den Körper auf hohe Temperaturen vor. Da die Luft in der Sauna trockener ist als die schwüle Sommerluft, verdunstet der Schweiss besser. Die Abkühlung danach fühlt sich besonders erfrischend an.
Was ist der Unterschied zwischen Sauna und Dampfbad im Sommer?
Der entscheidende Unterschied liegt in der Luftfeuchtigkeit. Eine finnische Sauna hat 80 bis 90 Grad bei 10 bis 20 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Der Schweiss verdunstet gut, der Körper kühlt sich wirksam. Im Dampfbad liegt die Temperatur zwar nur bei 40 bis 50 Grad, die Luftfeuchtigkeit aber bei fast 100 Prozent. Der Schweiss kann nicht verdunsten, die gefühlte Hitze ist deutlich intensiver. An heissen Sommertagen ist die trockene Sauna deshalb schonender für den Kreislauf.
Sauna im Sommer oder Winter: Wann ist sie wirksamer?
Die gesundheitlichen Vorteile der Sauna gelten das ganze Jahr. Der Unterschied liegt vor allem in der Abkühlung danach. Im Winter ist der Temperaturunterschied zwischen Saunakabine und Aussenluft grösser, was den Kreislaufreiz intensiver macht. Im Sommer fällt die Abkühlung milder aus, der Körper erholt sich dadurch oft schneller und die Ruhephase ist angenehmer. Weder Sommer noch Winter ist wirksamer, die regelmässige Nutzung zählt mehr als die Jahreszeit.
Für wen ist die Sauna im Sommer nicht geeignet?
Für gesunde Menschen ist die Sauna auch im Sommer unbedenklich. Vorsicht ist bei akuten Infekten, Kreislaufproblemen, niedrigem oder stark schwankendem Blutdruck sowie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen geboten. Wer eine Vorerkrankung hat, Medikamente einnimmt oder unsicher ist, sollte den Saunabesuch vorab ärztlich abklären lassen. An heissen Tagen gilt für alle: kürzere Gänge, längere Pausen und ausreichend trinken.
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